Urbanes Grün im Leipziger Westen – offener Garten „Annalinde“
Die Initiative für Zeitgenössische Stadtentwicklung hat von Mai bis Oktober 2011 auf der Brachfläche hinter der Bibliothek Plagwitz mit einem mobilen Nutzgarten experimentiert. Gemeinsam mit Nachbarn, Interessierten und Freunden gestalteten wir die brachliegende Fläche zu einem offenen Garten um. Wir eigneten uns den städtischen Raum an, um zusammen soziale und ökologische Landwirtschaft zu betreiben, gemeinsam zu lernen, wie man lokal Lebensmittel herstellt und einen Ort urbanen Lebens schafft. Die Arbeiten reichten vom Säen, Pflanzen, Ernten über das Verarbeiten und Konservieren des Gemüses bis hin zur Auseinandersetzung mit partizipativer und ökologischer Stadtentwicklung. Durch den Austausch und das miteinander Arbeiten lernten wir von den Erfahrungen und dem Wissen anderer, eigneten uns alte Kulturtechniken wieder an, erfuhren vieles über Biodiversität, Stadtökologie, nachhaltigen Konsum und zukunftsfähige Formen urbanen Lebens.
So wollen wir gemeinsam mit Euch auch 2012 das Angebot um den offenen Garten ausbauen. Mit dem neuen Namen „Annalinde“ werden wir zu Beginn des Jahres den Garten für die neue Saison vorbereiten. Es werden Bienen und Hühner auf der Fläche einziehen, wir werden über 50 Hochbeete aufstellen, Jungpflanzen tauschen und die Erweiterung um den Treppenaufgang und das Dach des alten Felsenkellers gestalten. Mehr darüber erfahrt Ihr unter Programm oder auf unserem Blog. Neben dem offenen Angebot ab Mitte Mai finden regelmäßig praktische Workshops statt. Zur theoretischen Auseinandersetzung mit dem Feld der urbanen Landwirtschaft und einer nachhaltigen Stadtentwicklung tragen unsere Gartengespräche bei. Um den Kreislauf vom Säen, Pflegen und Ernten zu schließen werden wir ein offenes Gartencafé einrichten und das Gemüse weiterverarbeiten und gemeinsam verköstigen.
Ihr dürft gespannt sein!
