Gartengespräche
Zusammen mit den Nachbarschaftsgärten Lindenau und dem Gemeinschaftsgarten Querbeet im Leipziger Osten veranstalten wir dieses Jahr Gartengespräche zum Themenbereich der urbanen Landwirtschaft und nachhaltigen Stadtentwicklung. Neben VertreterInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft werden wir lokale Akteure und Interessierte zu einer produktiven Gesprächsrunde eingeladen.
Noch sind nicht alle Gäste geklärt. Nutzen Sie unseren Newsletter für regelmäßige Informationen.
Nutztierhaltung in der Stadt/urban Farming/Kreislaufwirtschaft
Termin: 16. Juni – 14 Uhr
Ort: Nachbarschaftsgärten, Josephstraße 27, 04177 Leipzig-Lindenau
Die Nachbarschaftsgärten halten seit nunmehr 5 Jahren Schweine auf ihrem Gelände und sind zugelassener Mastbetrieb. Seit 4 Jahren gibt es Kaninchen, seit letztem Jahr legen die eigenen Hühner Eier und in diesem Jahr sollen Bienen dazukommen. Wie weit kann das noch gehen? Kann man Tiere mitten in der Stadt artgerecht halten? Was braucht man dazu? Welche Fehler kann man begehen oder sollte man vermeiden.
Gemeinsam mit Frau Professor Dr. Monika Krüger, Tierärztin und Leiterin des Institutes für Bakteriologie und Mykologie der Universität Leipzig wollen wir fragen, was es braucht, um Tiere artgerecht in der Stadt zu halten und wie Tiere und Tierhaltung dazu beitragen können, Kreisläufe in Gang zu setzen, Böden und auch Erträge aus dem eigenen Garten zu verbessern und endlich wieder Bezug zu unserem Lebensmitteln herzustellen.
Wurzeln schlagen – urbane Landwirtschaft am Bürgerbahnhof Plagwitz
Termin: 17. Juli – 18 Uhr
Ort: Annalinde, Zschochersche Straße 12, 04229 Leipzig-Plagwitz
Vom Güterbahnhof zum Experimentierfeld für urbane Landwirtschaft. Mit dieser Idee gründete sich im letzten Jahr die Initiative für Zeitgenössische Stadtentwicklung. Ob und wie ein Gartenprojekt dort verortet wird, steht noch in den Sternen. Bis dahin betreibt die Initiative, wie so viele Gartenprojekte, sog. Brachflächenzwischennutzung. Und danach?
Wir diskutieren grundsätzlich, wie wichtig eine langfristige Verortung von Gartenprojekten für die Projekte selbst und deren Umfeld ist. Konkret wollen wir dabei auch der Frage nachgehen: Kann partizipative, urbane Landwirtschaft als produktiver Sozialraum die Stadtteilentwicklung und Beteiligung von BürgerInnen fördern?
Stadtgartenpädagogik
Termin: 1. September – 18 Uhr
Ort: Querbeet, Hermann-Liebmann-Straße 17-19, 04315 Leipzig-Volksmarsdorf
In der Stadt lebt man weit weg von der Natur und von ländlichem Raum und hat selten die Möglichkeit beides zu erfahren. Zum Ausgleich sind Schrebergärten entstanden und wurden Parks angelegt, welche in der Regel aber vor allem Rückzugs- und Erholungsorte darstellen. In den in letzter Zeit vielerorts entstandenen urbanen Nachbarschaftsgärten hingegen, wird man auch selbst aktiv und hat die Möglichkeit zusammen mit Anderen zu gestalten. Durch das Kultivieren von Gemüse und Kräutern und auch durch handwerkliche Tätigkeiten, wird ein Bezug zu alltäglichen, unentbehrlichen Dingen hergestellt, der in der sehr fortgeschritten arbeitsteiligen Gesellschaft vielen, wenn nicht den meisten Menschen verloren gegangen ist. Diesen Bezug, der zu höherer Wertschätzung führen soll, gilt es zu vermitteln, nicht nur an Kinder und Jugendliche, die natürlich als nachfolgende Generation besonders wichtig sind, sondern auch an Erwachsenen jeden Alters.
Im letzten Gartengespräch soll es daher um einige Überlegungen zum Verhältnis des Menschen insbesondere zur Natur und zu Nahrungsmitteln gehen, und darum, wie dieses Verhältnis im Sinne einer Pädagogik verändert werden kann und welche Probleme dabei auftreten können.
